Laufend gut beraten.

COVID-19-Corona

Selbstverständlich werden wir auch in dieser Zeit alle Terminaufgaben wie Personalverrechnung und Umsatzsteuervoranmeldungen zeitgerecht erledigen und für Ihre Anliegen zur Verfügung stehen.
Jedenfalls sind wir ab sofort vorrangig per Mail, aber auch nur telefonisch erreichbar. Bitte verwenden Sie die auf der Homepage angegebenen Durchwahlen, um uns zu erreichen. Persönliche Termine werden, wenn gewünscht, von uns, Mag. Walter Hötzl, Mag. Jakob Hötzl und Mag. Beatrix Doppler wahrgenommen.

Über uns

Zuerst zuhören. Nachfragen. Verstehen lernen. Optionen abwägen und zu tragfähigen Lösungen kommen. Für unsere Klienten einen dauerhaften Mehrwert erreichen, der über die reine Steuerberatung hinausgeht. Darum geht es uns. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihr Anliegen, für Ihr Unternehmen. Hötzl + Partner berät und begleitet Sie in allen Fragen des Steuerrechts, in finanziellen Angelegenheiten und der Unternehmensführung. Als zertifizierte Wirtschaftsprüfer stellen wir zudem die korrekte Darstellung Ihrer Unternehmensdaten sicher.

Leistungen

Wir beraten persönlich und betreuen kontinuierlich. Wir begleiten unsere Mandanten über viele Jahre hinweg. Wir übernehmen Buchhaltung, Personalverrechnung und Bilanzierung, wickeln Zahlungsverkehr ab und entwickeln langfristige Unternehmensstrategien. Wir erstellen als zertifizierte Sachverständige Gutachten und vertreten unsere Kunden vor Behörden. Als Mitglied der International Practice Group verfügen wir zudem über ein exzellentes Netzwerk externer, internationaler Berater und können die geschäftlichen Belange unserer Mandanten global vertreten.

Aktuelles

Normen ändern sich, Wirtschaftsdaten sind Schwankungen unterworfen und das politische Umfeld gibt immer wieder neue Richtungen vor: All das hat mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf steuerrechtliche und wirtschaftliche Fragen. Umso wichtiger ist es, immer am neuesten Stand zu sein. Nicht für uns. Sondern für Sie. Um Ihre Anforderungen an uns immer abdecken zu können, setzen wir auf eine kontinuierliche Weiterbildung. Und halten Sie hier über die wichtigsten Neuigkeiten aus Steuer- und Wirtschaftsrecht am Laufenden.

Karriere

Offen sein. Neugierig. Nicht zufriedengeben, mit dem, was ohnehin erwartet wird. Lieber neue Wege gehen. Auch gegen Widerstände. Kritisch sein. Sich selbst gegenüber und vorgefassten Meinungen. Das ist uns wichtig. Wir glauben an Fachwissen, nicht an starre Hierarchien. Wir wissen, niemand kann alles wissen. Daher haben wir Experten aus verschiedenen Bereichen bei uns im Team. Und sind doch immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Nach Menschen, die uns helfen, unseren Mandanten zu helfen.
Momentan suchen wir nach Interessenten für die folgenden Stellen:

Kontakt

Wir freuen uns, dass Sie Interesse an unserem Unternehmen zeigen. Vereinbaren Sie einen Termin und besuchen Sie uns. Unsere Kanzlei ist öffentlich mit den Straßenbahnlinien 1 und 7 zu erreichen: Haltestellen Lichtenfelsgasse/Kunstuniversität bzw. Merangasse. Parkplätze sind in der öffentlichen Kurzparkzone vorhanden.
Falls Sie es wünschen, kommen wir auch gerne zu Ihnen.

Homeoffice

Das Thema Homeoffice ist mit der Coronavirus-Krise von einer Randerscheinung zur Alltäglichkeit mutiert und sind damit die steuerlichen Regelungen für die neue Arbeitswelt relevant geworden. Die Abzugsfähigkeit des häuslichen Arbeitszimmers war und bleibt sehr stark eingeschränkt. Raumkosten und Einrichtungen werden nur anerkannt, wenn die konkrete Räumlichkeit und die Einrichtungen nahezu ausschließlich der beruflichen Tätigkeit dienen, was bei intensiverer Heimarbeit leichter argumentierbar wird. Für diese Tätigkeit typische Arbeitsmittel wie Computer samt Zubehör, Internet und Telefon müssen im Schätzungswege auf die berufliche und private Nutzung aufgeteilt werden, und können, wenn sie vom Dienstnehmer getragen werden, als Werbungskosten geltend gemacht werden. Das gilt auch für Hilfsmaterial für die Bürotätigkeit wie z.B. Schreibwerkzeug, Druckerpapier usw. und auch für Strom für den Betrieb der Geräte. Die letztgenannten Aufwendungen können auch ohne Vorliegen eines anerkannten Arbeitszimmers steuerlich abgesetzt werden. Wenn diese Arbeitsmittel vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, ist bei allfälliger, geringfügiger Privatnutzung, kein Sachbezug zu berücksichtigen.

Wirtshaus – Paket

Zur Unterstützung der Coronakrise geschüttelten Gastronomie gelten folgende Maßnahmen ab 01.07.2020 zum Teil befristet und zum Teil auf Dauer. Die Umsatzgrenze für die vereinfachte Gewinnermittlung im Rahmen der Gastgewerbepauschalierung wird von € 255.000,00 auf € 400.000,00 und das Mobilitätspauschale für die Gastronomie im ländlichen Bereich, je nach Gemeindeeinwohneranzahl von 2 % auf 6 % angehoben. Den Arbeitnehmern zur Verfügung gestellte, steuerfreie, Essensgutscheine erfahren eine Anhebung von € 4,40 auf € 8,00 pro Arbeitstag, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können. Gutscheine für nicht sofortige Konsumation werden nun im Ausmaß von € 2,00 anstatt bisher € 1,20 anerkannt. Die steuerliche Absetzbarkeit der Bewirtungskosten für Geschäftsfreunde wird für das 2. Halbjahr 2020 von 50 % auf 75 % erhöht. Inwieweit die Umsatzsteuersenkung von 20 % auf 10 % für nicht alkoholische Getränke von der Gastronomie an die Konsumenten weitergegeben werden wird, ist fraglich und gilt auch nur bis Ende 2020. Schließlich wird die Schaumweinsteuer wieder einmal wegfallen und die Flasche Sekt damit um € 0,90 billiger.

Steuerfreiheit von Zuwendungen

Neben nichtsteuerbaren Vermögensvorgängen gibt es ‚Vermögenszugänge, die zwar einer steuerpflichtigen Einkunftsart zuzurechnen wären, infolge einer expliziten Befreiung aber nicht zu versteuern sind. Die COVID-19-Krise hat dazu geführt, dass bundesgesetzlich, mit Rückwirkung ab 01.03.2020 die Steuerfreiheit für nachstehende, öffentliche Zuwendungen an Hilfsbedürftige geregelt wurde. Öffentliche Mittel sind solche, die von Körperschaften öffentlichen Rechts geleitstet werden und Hilfsbedürftigkeit liegt vor, wenn Einkommen und Vermögen die Abdeckung des notwendigen Lebensunterhaltes nicht gewährleisten können. Zuwendungen aus Mitteln des COVID 19 Krisenbewältigungsfonds. Zuschüsse aus dem Härtefallfonds Phase I und Phase II. Zuschüsse aus dem CORONA-Krisenfonds, für, durch Umsatzausfall nicht mehr gedeckte Fixkosten und Unternehmerlohn. Vergleichbare Zuwendungen der Bundesländer, Gemeinden und gesetzlichen Interessensvertretungen, um den Liquiditätsausfall in der Krisensituation zu mildern. Schließlich sind Bonuszahlungen an Dienstnehmer systemerhaltender Berufsgruppen bis zu einem Ausmaß von € 3.000,00 sowohl von der Einkommensteuer als auch von den Sozialversicherungsbeiträgen befreit.

Meldung von Gewinnausschüttungen an die Sozialversicherungsanstalt

Seit dem Jahr 2016 sind in der Kapitalertragsteueranmeldung neben der Gewinnausschüttung und der Kapitalertragsteuer die einzelnen Gewinnausschüttungen an GSVG-pflichtige Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH anzugeben. Mit aktueller Verordnung vom 26. Februar 2020 (BGBl. II 38/2020) sind diese Daten vom Finanzamt der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen elektronisch zu übermitteln. In Zukunft wird die Sozialversicherung daher die zugeflossenen Ausschüttungen in der Beitragsgrundlage berücksichtigen und kann dies – sofern man mit seinen laufenden Bezügen unter der GSVG-Höchstbeitragsgrundlage (2020  € 6.265,00 monatlich) liegt – zu Nachzahlungen von Pflichtversicherungsbeiträgen führen. Betroffen sind dabei unternehmensrechtliche Gesellschafter-Geschäftsführer, die zu mehr als 25% an einer GmbH beteiligt sind. Weiters muss die GmbH Pflichtmitglied bei der Wirtschaftskammer sein. Die Verordnung wird mit 1. Juli 2020 in Kraft treten und wird bereits rückwirkend Ausschüttungen betreffen, die im Kalenderjahr 2019 zugeflossen sind. Vor einer geplanten Ausschüttung müssen daher in Zukunft auch die sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen beachtet werden.

Steuerabbucher

Das Jahr 2020 hat begonnen und wurden seitens der Abgabenbehörde, beginnend ab Februar, wieder Einkommensteuervorauszahlungen für das, meist durch Hochrechnung historischer Ergebnisse, erwartete Einkommen für das laufende Jahr vorgeschrieben. Seit Sommer 2019 besteht in Österreich die Möglichkeit genau diese Abgabe mittels SEPA-Lastschriftverfahren von der Abgabenbehörde direkt vom Konto des Steuerpflichtigen abbuchen zu lassen. Die Erlaubnis kann nur durch den Steuerpflichtigen selbst und nicht durch seine steuerliche Vertretung erteilt werden.

Voraussetzungen dafür sind ein ausgeglichener Saldo auf dem Abgabenkonto, keine aufrechten Zahlungserleichterungen oder Aussetzungen und kein Insolvenzverfahren.

Das SEPA-Lastschriftmandat kann jederzeit online widerrufen werden. Auf die Einhaltung der Zahlungsfristen muss man dann nicht mehr achten. Die Überprüfung dem Grunde und der Höhe nach, also ob die von der Abgabenbehörde vorgeschriebenen Vorauszahlungen mit dem laufenden Ergebnis korrespondieren, kann dadurch allerdings nicht entfallen und sollte weiterhin mit dem Steuerberater besprochen werden.

Die Erweiterung des SEPA-Lastschriftverfahrens auf weitere Abgabenarten bleibt abzuwarten.

Personalverrechnung 2020

Mit dem neuen Jahr hat sich in Sachen Personalverrechnung wieder einiges geändert. Aus den neun Gebietskrankenkassen wurde eine österreichische Gesundheitskasse. Für die Versicherten und auch in der Personalverrechnung ändert sich dadurch nicht wirklich etwas, so bleiben zum Beispiel die bestehenden Beitragskonten in der alten Form erhalten. Der monatliche Betrag der Geringfügigkeitsgrenze wurde auf € 460,66 erhöht. Eine finanzielle Erleichterung für Arbeitgeber ist der Wegfall der Auflösungsabgabe. Diese war in den letzten Jahren bei gewissen Kündigungsvarianten mit € 131,00 zu entrichten. Eine bedeutende Änderung gibt es bezüglich der begünstigten Besteuerung der Sonderzahlungen. Betroffen sind vor allem Dienstnehmer, welche neben Urlaubs- und Weihnachtsgeld Bonuszahlungen erhalten oder jene bei denen sich das Stundenausmaß im Laufe des Jahres ändert. Auch längere Krankenstände können sich auswirken. Die Personalverrechnung ist bei einem Austritt oder spätestens zu Jahresende gezwungen eine Kontrollrechnung des Jahressechstels durchzuführen. Das kann zu einer erhöhten Lohnsteuerzahlung und somit reduzierten Auszahlung des Gehalts führen und in Härtefällen zu Nachforderungen kommen.

Kleinunternehmer

Kleinunternehmer sind sowohl nach Einkommensteuerrecht als auch Umsatzsteuerrecht, ab 2020 solche, deren Nettoumsatz pro Jahr € 35.000,00 nicht übersteigt. Nach Einkommensteuerrecht dürfen ab 2020 diese Unternehmer ein Betriebsausgabenpauschale von45 % ihrer Umsätze absetzen. Handelt es sich um einen Dienstleistungsbetrieb vermindert sich der Pauschalsatz auf 20 %. Daneben dürfen nur die Sozialversicherungsbeiträge erfolgsmindernd berücksichtigt werden. Bei Anwendung der Pauschalierung erübrigt sich die Führung eines Wareneingangsbuches und eines Anlagenverzeichnisses. Umsatzsteuerrechtlich müssen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer verrechnen und dürfen keinen Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Die Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze von € 30.000,00 auf € 35.000,00 bedeutet eine Erhöhung um 16, 7 %. Seit der letzten Anhebung der Kleinunternehmergrenze im Jahr 2007 hat sich der VPI 2005 von Jänner 2007 bis Oktober 2019 um 27,4 % erhöht. Eine inflationsabgeltende Valorisierung hätte eine Kleinunternehmergrenze von zumindest € 38.000,00 ergeben. Der Grenzwert darf innerhalb von fünf Jahren ein Mal um 15 % überschritten werden und beträgt für diesen Fall € 40.250,00.

Finanzamt Österreich

Mit dem Finanz-Organisationsreformgesetz (FORG) wird die Finanzverwaltung in Österreich ab 01.07.2020 neu organisiert. Mit der Reform sollen Kompetenzen gebündelt, Doppelgleisigkeiten beseitigt und die fachliche Qualität erhöht werden. Die Zentralisierung ergibt ein Finanzamt Österreich mit umfassender Zuständigkeit, ein Finanzamt für Großbetriebe, ein Zollamt, ein Amt für Betrugsbekämpfung und einen Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge. An Stelle von 39 Finanzämtern werden den Abgabepflichtigen künftig 32 Dienststellen zur Verfügung stehen. Anträge, Steuererklärungen und sonstige Eingaben können bei irgendeiner dieser Dienststellen eingebracht werden. Auf der Seite der Finanz wird durch bundesweite Vorgangsweisen flexibleres und regionenübergreifendes Arbeiten, in Verbindung mit gleichmäßiger Auslastung der einzelnen Dienststellen erwartet. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Verfahren länger dauern und Verfahrensfehler in der Beweiswürdigung dadurch entstehen, dass Entscheidungen von Beamten getroffen werden, die an der Sachverhaltsermittlung nicht mitgewirkt haben. Dies wird insbesondere bei Betriebsprüfungen und Rechtsmittelverfahren von Bedeutung sein.

BHU

Aktive Ärzte und Zahnärzte sind verpflichtet, neben anderen Beiträgen, den Bestattungsbeihilfe(B)-  und Hinterbliebenenunterstützungs(HU)-beitrag an den Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer abzuführen. Dafür steht den Erben oder einer, vom Arzt, dem Wohlfahrtsfonds zu Lebzeiten, bekannt gegebenen Person die BHU zu. Die Bestattungsbeihilfe beträgt in der Steiermark derzeit € 6.000,00 und die Hinterbliebenenunterstützung € 25.000,00. Beide Beiträge müssen zur Auszahlung, mit Nachweis des berechtigten Anspruches, beantragt werden. Bei den Empfängern stellen diese Bezüge Einkünfte aus selbstständiger Arbeit dar, die mittels Einkommensteuererklärung dem zuständigen Finanzamt offenzulegen und zu versteuern sind. Letzteres ist nicht in allen Fällen erfolgt und hat die Abgabenbehörde daher den Wohlfahrtsfonds aufgefordert, alle Auszahlungen an BHU-Bezieher in den letzten fünf Jahren bekannt zu geben. Alle Bezieher, die den Behalt der BHU nicht erklärt haben, werden in nächster Zeit eine Aufforderung vom Finanzamt erhalten, den Bezug nachzumelden. Neben der Nachversteuerung droht allerdings auch ein Finanzstrafverfahren. Mit einer Selbstanzeige kann vielleicht noch Straffreiheit erreicht werden.

Übermittlung vollständiger Lohnabrechnung

Je nach Fälligkeit des Entgelts ist einem Dienstnehmer gem. § 2f Abs 1 Satz 1 AVRAG eine schriftliche, übersichtliche, nachvollziehbare und vollständige Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung zu übermitteln. Dies kann durchaus auch auf elektronischem Weg erfolgen, wie es mittlerweile häufig üblich ist z.B. per email. Wenn die Abrechnung formell vollständig ist, hat der Arbeitgeber der Verpflichtung der Aushändigung bereits entsprochen. Neben dem seit jeher individualrechtlichen Anspruch auf den Erhalt, kann der Anspruch aber des weiteren auch in einer Betriebsvereinbarung oder sogar im jeweiligen Kollektivvertrag festgehalten sein. Der Zweck des Anspruches liegt darin, dass Dienstnehmer selber überprüfen können, ob die Ansprüche richtig und vollständig errechnet wurden und ob die resultierenden Abgaben und Beiträge gesetzeskonform abgeführt wurden. Gehen der Auszahlungsbetrag, die Widmung, woraus er sich ergibt und auch die vorgenommenen Abzüge einwandfrei aus der Lohnabrechnung hervor, kann davon ausgegangen werden, dass sie ordnungsgemäß ist. Die Transparenz für den Dienstnehmer steht im Vordergrund, die Frage nach der inhaltlichen Richtigkeit der Abrechnung stellt sich hier noch nicht.