Laufend gut beraten.

Willkommen

Der Aufbau des gegenseitigen Vertrauens steht am Anfang unserer Mandantenbeziehungen und wird durch unseren persönlichen Einsatz und die professionelle Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stetig gefestigt. Das Ergebnis sind zufriedene Mandanten und lange Geschäftsbeziehungen.

Über uns

Zuerst zuhören. Nachfragen. Verstehen lernen. Optionen abwägen und zu tragfähigen Lösungen kommen. Für unsere Klienten einen dauerhaften Mehrwert erreichen, der über die reine Steuerberatung hinausgeht. Darum geht es uns. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihr Anliegen, für Ihr Unternehmen. Hötzl + Partner berät und begleitet Sie in allen Fragen des Steuerrechts, in finanziellen Angelegenheiten und der Unternehmensführung. Als zertifizierte Wirtschaftsprüfer stellen wir zudem die korrekte Darstellung Ihrer Unternehmensdaten sicher.

Leistungen

Wir beraten persönlich und betreuen kontinuierlich. Wir begleiten unsere Mandanten über viele Jahre hinweg. Wir übernehmen Buchhaltung, Personalverrechnung und Bilanzierung, wickeln Zahlungsverkehr ab und entwickeln langfristige Unternehmensstrategien. Wir erstellen als zertifizierte Sachverständige Gutachten und vertreten unsere Kunden vor Behörden. Als Mitglied der International Practice Group verfügen wir zudem über ein exzellentes Netzwerk externer, internationaler Berater und können die geschäftlichen Belange unserer Mandanten global vertreten.

Aktuelles

Normen ändern sich, Wirtschaftsdaten sind Schwankungen unterworfen und das politische Umfeld gibt immer wieder neue Richtungen vor: All das hat mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf steuerrechtliche und wirtschaftliche Fragen. Umso wichtiger ist es, immer am neuesten Stand zu sein. Nicht für uns. Sondern für Sie. Um Ihre Anforderungen an uns immer abdecken zu können, setzen wir auf eine kontinuierliche Weiterbildung. Und halten Sie hier über die wichtigsten Neuigkeiten aus Steuer- und Wirtschaftsrecht am Laufenden.

Karriere

Offen sein. Neugierig. Nicht zufriedengeben, mit dem, was ohnehin erwartet wird. Lieber neue Wege gehen. Auch gegen Widerstände. Kritisch sein. Sich selbst gegenüber und vorgefassten Meinungen. Das ist uns wichtig. Wir glauben an Fachwissen, nicht an starre Hierarchien. Wir wissen, niemand kann alles wissen. Daher haben wir Experten aus verschiedenen Bereichen bei uns im Team. Und sind doch immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Nach Menschen, die uns helfen, unseren Mandanten zu helfen.
Momentan suchen wir nach Interessenten für die folgenden Stellen:

Kontakt

Wir freuen uns, dass Sie Interesse an unserem Unternehmen zeigen. Vereinbaren Sie einen Termin und besuchen Sie uns. Unsere Kanzlei ist öffentlich mit den Straßenbahnlinien 1 und 7 zu erreichen: Haltestellen Lichtenfelsgasse/Kunstuniversität bzw. Merangasse. Parkplätze sind in der öffentlichen Kurzparkzone vorhanden.
Falls Sie es wünschen, kommen wir auch gerne zu Ihnen.

Kleinunternehmer

Kleinunternehmer sind sowohl nach Einkommensteuerrecht als auch Umsatzsteuerrecht, ab 2020 solche, deren Nettoumsatz pro Jahr € 35.000,00 nicht übersteigt. Nach Einkommensteuerrecht dürfen ab 2020 diese Unternehmer ein Betriebsausgabenpauschale von45 % ihrer Umsätze absetzen. Handelt es sich um einen Dienstleistungsbetrieb vermindert sich der Pauschalsatz auf 20 %. Daneben dürfen nur die Sozialversicherungsbeiträge erfolgsmindernd berücksichtigt werden. Bei Anwendung der Pauschalierung erübrigt sich die Führung eines Wareneingangsbuches und eines Anlagenverzeichnisses. Umsatzsteuerrechtlich müssen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer verrechnen und dürfen keinen Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Die Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze von € 30.000,00 auf € 35.000,00 bedeutet eine Erhöhung um 16, 7 %. Seit der letzten Anhebung der Kleinunternehmergrenze im Jahr 2007 hat sich der VPI 2005 von Jänner 2007 bis Oktober 2019 um 27,4 % erhöht. Eine inflationsabgeltende Valorisierung hätte eine Kleinunternehmergrenze von zumindest € 38.000,00 ergeben. Der Grenzwert darf innerhalb von fünf Jahren ein Mal um 15 % überschritten werden und beträgt für diesen Fall € 40.250,00.

Finanzamt Österreich

Mit dem Finanz-Organisationsreformgesetz (FORG) wird die Finanzverwaltung in Österreich ab 01.07.2020 neu organisiert. Mit der Reform sollen Kompetenzen gebündelt, Doppelgleisigkeiten beseitigt und die fachliche Qualität erhöht werden. Die Zentralisierung ergibt ein Finanzamt Österreich mit umfassender Zuständigkeit, ein Finanzamt für Großbetriebe, ein Zollamt, ein Amt für Betrugsbekämpfung und einen Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge. An Stelle von 39 Finanzämtern werden den Abgabepflichtigen künftig 32 Dienststellen zur Verfügung stehen. Anträge, Steuererklärungen und sonstige Eingaben können bei irgendeiner dieser Dienststellen eingebracht werden. Auf der Seite der Finanz wird durch bundesweite Vorgangsweisen flexibleres und regionenübergreifendes Arbeiten, in Verbindung mit gleichmäßiger Auslastung der einzelnen Dienststellen erwartet. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass Verfahren länger dauern und Verfahrensfehler in der Beweiswürdigung dadurch entstehen, dass Entscheidungen von Beamten getroffen werden, die an der Sachverhaltsermittlung nicht mitgewirkt haben. Dies wird insbesondere bei Betriebsprüfungen und Rechtsmittelverfahren von Bedeutung sein.

BHU

Aktive Ärzte und Zahnärzte sind verpflichtet, neben anderen Beiträgen, den Bestattungsbeihilfe(B)-  und Hinterbliebenenunterstützungs(HU)-beitrag an den Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer abzuführen. Dafür steht den Erben oder einer, vom Arzt, dem Wohlfahrtsfonds zu Lebzeiten, bekannt gegebenen Person die BHU zu. Die Bestattungsbeihilfe beträgt in der Steiermark derzeit € 6.000,00 und die Hinterbliebenenunterstützung € 25.000,00. Beide Beiträge müssen zur Auszahlung, mit Nachweis des berechtigten Anspruches, beantragt werden. Bei den Empfängern stellen diese Bezüge Einkünfte aus selbstständiger Arbeit dar, die mittels Einkommensteuererklärung dem zuständigen Finanzamt offenzulegen und zu versteuern sind. Letzteres ist nicht in allen Fällen erfolgt und hat die Abgabenbehörde daher den Wohlfahrtsfonds aufgefordert, alle Auszahlungen an BHU-Bezieher in den letzten fünf Jahren bekannt zu geben. Alle Bezieher, die den Behalt der BHU nicht erklärt haben, werden in nächster Zeit eine Aufforderung vom Finanzamt erhalten, den Bezug nachzumelden. Neben der Nachversteuerung droht allerdings auch ein Finanzstrafverfahren. Mit einer Selbstanzeige kann vielleicht noch Straffreiheit erreicht werden.

Übermittlung vollständiger Lohnabrechnung

Je nach Fälligkeit des Entgelts ist einem Dienstnehmer gem. § 2f Abs 1 Satz 1 AVRAG eine schriftliche, übersichtliche, nachvollziehbare und vollständige Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung zu übermitteln. Dies kann durchaus auch auf elektronischem Weg erfolgen, wie es mittlerweile häufig üblich ist z.B. per email. Wenn die Abrechnung formell vollständig ist, hat der Arbeitgeber der Verpflichtung der Aushändigung bereits entsprochen. Neben dem seit jeher individualrechtlichen Anspruch auf den Erhalt, kann der Anspruch aber des weiteren auch in einer Betriebsvereinbarung oder sogar im jeweiligen Kollektivvertrag festgehalten sein. Der Zweck des Anspruches liegt darin, dass Dienstnehmer selber überprüfen können, ob die Ansprüche richtig und vollständig errechnet wurden und ob die resultierenden Abgaben und Beiträge gesetzeskonform abgeführt wurden. Gehen der Auszahlungsbetrag, die Widmung, woraus er sich ergibt und auch die vorgenommenen Abzüge einwandfrei aus der Lohnabrechnung hervor, kann davon ausgegangen werden, dass sie ordnungsgemäß ist. Die Transparenz für den Dienstnehmer steht im Vordergrund, die Frage nach der inhaltlichen Richtigkeit der Abrechnung stellt sich hier noch nicht.

Sponsoring

Sponsoring bedeutet die Zuwendung, insbesondere finanzieller Mittel, durch den Sponsor an Personen wie zB Künstler und Sportler oder Institutionen wie zB Kultur- und Sportveranstaltungen. Die Gesponserten gewähren dafür Rechte ihre Person für Werbe- und Marketingzwecke zu nutzen. Von der Spende unterscheidet sich Sponsoring dadurch, dass die Spende aus privaten Motiven geleistet wird, keine Gegenleistung erbracht wird und für den Spender keine vertragliche Verpflichtung besteht. Um eine steuerliche Abzugsfähigkeit für die Sponsorzahlung zu erreichen, muss eine nachhaltig und ins Gewicht fallende Werbewirkung erzielt werden. Folgende Kriterien sind der Abzugsfähigkeit dienlich: schriftliche Sponsorvereinbarung, Äquivalenz zwischen Leistung und Gegenleistung, Eignung des Zahlungsempfängers als Werbeträger, breite Öffentlichkeitswirkung der Werbung und rechtliche Erzwingbarkeit der Leistung aufgrund vertraglicher Vereinbarung. Genau definierbare Leistungen für die der Sponsor Zahlungen leistet und die ausschließlich aus betrieblichen Gründen erworben werden sind umsatzsteuerbar und unterliegen grundsätzlich dem Normalsteuersatz und der Sponsor hat Anspruch auf den Vorsteuerabzug.

Künstler

Ausländische Künstler unterliegen mit ihren Einkünften, aus im Inland ausgeübter oder verwerteter, Tätigkeit, gleich wie Vortragende, Architekten, Schriftsteller und Mitwirkende an Unterhaltungsdarbietungen, als beschränkt Einkommensteuerpflichtige, einer Abzugssteuer von 20 % von den vollen Einnahmen. Ob das Entgelt direkt an den Künstler oder über eine Agentur ausbezahlt wird, ist dabei unerheblich, denn aufgrund des „Künstlerdurchgriffes“ werden die Einkünfte jedenfalls dem Künstler, der die Tätigkeit persönlich ausgeübt hat, zugerrechnet, auch wenn sie einer anderen Person unmittelbar zufließen. Der Veranstalter hat den Steuerbetrag einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Diese Regelung ist auch in den meisten von Österreich abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen berücksichtigt. Nach Artikel 17 des OECD Musterabkommens werden Künstler, wie Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler ebenso wie Musiker und Sportler grundsätzlich im Tätigkeitsstaat besteuert. Dabei muss die künstlerische Tätigkeit einen unterhaltenden Charakter aufweisen und muss der Künstler unmittelbar vor Publikum oder über Medien auftreten. Die künstlerische Wertigkeit wird dabei weit interpretiert.

Umsatzsteuerliche Behandlung von Touristenexport

Kaufen Personen in Österreich Waren für nicht unternehmerische Zwecke ein und führen diese die Waren im persönlichen Reisegepäck ins Drittland aus, ist dieser Umsatz umsatzsteuer (USt) – befreit. Diese Person darf keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der EU haben (Kopie des Reisepasses), die Ware (Betrag über € 75,00) muss vor Ablauf des dritten Kalendermonats der auf den Monat der Lieferung folgt, ausgeführt werden und es muss ein Ausführnachweis und ein buchmäßiger Nachweis vorliegen. Als Ausfuhrnachweis gilt das Formular „U34“ aber auch ein anderes, inhaltlich entsprechendes, Formblatt und wird dieses durch jenes Zollamt bestätigt, bei dem die Ware von der EU ins Drittland gebracht wird. Die Steuerbefreiung kann sofort oder nach Vorliegen der Ausfuhrbescheinigung erfolgen. Im ersten Fall wird die Rechnung ohne USt ausgestellt. Sollte kein Ausfuhrnachweis innerhalb von 6 Monaten vorgelegt werden, muss das leistende Unternehmen die USt an die Abgabenbehörde abführen. Im zweiten Fall stellt man eine ust-pflichtige Rechnung aus und bei Vorliegen des Ausfuhrnachweises wird diese storniert, eine neue ust-freie Rechnung ausgestellt und die USt rückerstattet.

Abgabenentrichtung mittels SEPA

Einkommensteuernachzahlung, Umsatzsteuervorauszahlung, Lohnnebenkosten u.v.a.m. Die Vielfalt an Abgabenarten und die korrekte Widmung bei ihrer Entrichtung führt, ob der Vielfalt an Zahlungsarten und unterschiedlichen Telebankingformaten, mitunter zur Verzweiflung beim Steuerpflichtigen. Dazu kommen menschliche Fehler in Form von Übersehen oder Vergessen, was zu Säumniszuschlägen aufgrund nicht fristgerechter Entrichtung führen kann.

Ab Juli 2019 soll es in Österreich möglich sein, Abgabenschulden mittels SEPA-Lastschriftverfahren (seinerzeit auch bekannt als „Abbucher“) zu begleichen.

Die Regierung war unlängst mit der Präsentation der Steuerreform 2019 und Folgejahre beschäftigt und konnte bislang noch nicht die Verordnung zum SEPA-Lastschriftverfahren gemäß § 211 BAO veröffentlichen. Dort sollen dann genaue Details über die damit begleichbaren Abgabenarten und andere Voraussetzungen geregelt werden. Dem Vernehmen nach wird das Verfahren anfangs auf die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer beschränkt sein.

Für alle jene, denen eine Lastschrift seitens der Abgabenbehörde nicht Recht ist, soll es als neue Alternative die Möglichkeit einer EPS Direktzahlung direkt im Finanzonline geben.

Persönlicher Feiertag

Die Klage eines Arbeitnehmers ohne Konfessionszugehörigkeit auf Zahlung des Feiertagsentgelts für seine Arbeitsleistung am Karfreitag hat die Diskussion um die neue Karfreitagsregelung ausgelöst. Die EuGH Entscheidung vom 22.1.2019 hat die bis dahin bestehende Regelung in § 7 Abs 3 Arbeitsruhegesetz (ARG)  als diskriminierend beurteilt – durch die Regelung wurden zwei vergleichbare Arbeitnehmer-Gruppen unterschiedlich behandelt. Knapp zwei Jahre und unzählige Debatten danach, am 21.3.2019, erfolgt die  Kundmachung im Bundesgesetzblatt  unter BGBl I Nr. 22/2019; die wesentlichen Änderungen liegen im ARG. Der o.a. Paragraph wurde ersatzlos gestrichen und spezielle, konfessionsgebundene Regelungen in Betriebsvereinbarungen und in diversen Kollektivverträgen, wie z.B. Handel, sind somit ungültig. Ab sofort hat jeder Dienstnehmer pro Kalenderjahr Anspruch auf einen persönlichen Feiertag, welchen er unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist frei, einseitig bestimmen darf und dem Dienstgeber schriftlich bekannt geben muss. Der persönliche Feiertag ist ein Tag aus dem bestehenden Urlaubskontingent und innerhalb eines Kalenderjahres zu verbrauchen, er kann nicht in Folgejahre vorgetragen werden.

Umsatzsteuerliche Behandlung von Oldtimer-Replicas

Aufgrund eines VWGH Erkenntnisses wurde in der Literatur die umsatzsteuerliche Behandlung von Import bzw. Verkauf von gebrauchten und neuen Fahrzeugen durch Private diskutiert. Ein Fahrzeug gilt laut UStG als neu, wenn mit diesem nicht mehr als 6.000 km zurückgelegt wurden und die Erstinbetriebnahme nicht mehr als sechs Monate vor Erwerb zurückliegt. Es reicht aus, dass eines dieser Kriterien erfüllt ist, damit es sich um ein neues Fahrzeug gem. UStG handelt. Wird ein solches Fahrzeug durch einen Nichtunternehmer über eine EU Grenze verbracht oder veräußert, fällt Erwerbsteuer bzw. Umsatzsteuer an. Bei einem gebrauchten Fahrzeug liegt kein umsatzsteuerlicher Tatbestand vor. Der VWGH hat festgehalten, dass es unerheblich ist, ob in ein Fahrzeug Teile eingebaut wurden, die mehr als 6.000 km zurückgelegt haben. Wichtig ist, ob bei der Herstellung ein bisher noch nicht existierendes Wirtschaftsgut entsteht, das eine andere Verkehrsgängigkeit aufweist als seine Bestandteile. Bei Replicas werden aus Bestandteilen alter Fahrzeuge neue Fahrzeuge mit anderer Marktgängigkeit produziert und sind daher diese Replicas als neue Fahrzeuge zu qualifizieren, wenn diese die genannten Kriterien erfüllen.